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Was Schulhefte mit Umwelt- und Klimaschutz zu tun haben -  das veranschaulicht die Schulberatung der AWG

Kaum hat das neue Schuljahr begonnen stecken die beiden Schulberaterinnen der AWG mitten in den Vorbereitungen für den Abfallunterricht an den Grundschulen im Rems-Murr-Kreis. Nach einem Beschluss des AWG-Aufsichtsrats sind diese seit einem Jahr verstärkt in den Grundschulen unterwegs, damit möglichst jedes Grundschulkind mindestens einmal zum Thema Abfall unterrichtet wird.

Nach diesem Testjahr zieht die AWG eine positive Zwischenbilanz. Nachdem mit Un-terstützung des Staatlichen Schulamts Backnang alle Grundschulen über die Unterrichtsangebote informiert wurden, gingen im vergangenen Schuljahr insgesamt 135 Anfragen dazu bei der AWG ein.
„Die Schulberatung der AWG ist schon jetzt ein voller Erfolg, das zeigen alleine die vielen Anfragen“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Ich halte es für wichtig, dass bei uns im Rems-Murr-Kreis bereits Grundschüler lernen, wie Umwelt- und Klimaschutz im Alltag funktioniert.“

Weil das neue Angebot zunächst in die Unterrichtsplanung eingebaut werden musste, richteten sich die Terminwünsche der Lehrerinnen und Lehrer allerdings verstärkt auf das zweite Schulhalbjahr. Wegen Terminüberschneidungen konnten deshalb leider nur 85 Unterrichtseinheiten durchgeführt werden. Deshalb hofft die AWG, dass für das laufende Schuljahr möglichst bald die Terminwünsche der Schulen eingehen, um möglichst alle Anfragen abarbeiten zu können.

Das erfreuliche Zwischenfazit der AWG beruht auch auf zahlreichen positiven Rückmeldungen der unterrichteten Kinder und deren Lehrerinnen und Lehrer. Zwar ist das Thema Abfall im Bildungsplan der Grundschulen verankert und wird im regulären Unterricht behandelt. Wenn jedoch "Experten" von außen kommen, weckt dies meist besonderes Interesse bei den Schülerinnen und Schülern und bringt eine willkommene  Abwechslung in den Schulalltag. „Die Kinder sind immer noch begeistert und wild darauf, Abfälle zu sortieren“, ist etwa in einem Dankesschreiben der Grundschule Oberweissach zu lesen. In anderen Schreiben werden die altersgerechten Erklärungen sowie die gelungene Mischung aus Theorie und Praxis hervorgehoben.   

Momentan werden Unterrichtseinheiten zu den Themen Abfalltrennung, Altpapierrecycling und Bioabfallverwertung angeboten. Auf Wunsch gibt es außerdem Führungen auf den Betriebsanlagen der AWG. Am stärksten nachgefragt war bisher das Thema Altpapierrecycling. Durch die Verbindung von theoretischer Wissensvermittlung mit der praktischen Anwendung beim "Papierschöpfen" wird kindgerecht vermittelt, was der Kauf von Schulheften aus Recyclingpapier zum Umweltschutz beiträgt. Auch das Thema Bioabfall ist beliebt. Nach dieser Unterrichtseinheit können die Kinder nachvollziehen, welchen Sinn die Trennung des Bioabfalls vom Restmüll hat.

Als lohnendes Arbeitsfeld betrachtet die AWG auch die Vermittlung von Grundregeln der Abfalltrennung in Klassen zur Vorqualifizierung auf Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse. Durchgeführt wurden solche Einheiten bereits an der privaten Franz-König-Berufsschule in Waiblingen. Durch gezielte Ansprache von Schulträgern soll ermittelt werden, ob hier weiterer Bedarf besteht.

Damit die AWG ihrem Ziel näher kommt, möglichst alle Grundschüler zu erreichen, appelliert Geschäftsführer Gerald Balthasar an die Schulen: „Bitte prüfen Sie, wie der Abfallunterricht auch in Ihre Unterrichtsplanung eingebaut werden könnte.“ Anfragen können unter Tel.-Nr. 07151/501-9537 oder per E-Mail an claudia.stetter@awg-rems-murr.de an die AWG gerichtet werden.