Geschäftsentwicklung der AWG bleibt auch im Jahr 2011 weiterhin positiv
Einstimmig vom Aufsichtsrat bestätigt wurde am 27. Juni 2012 der Jahresabschluss 2011 der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Rems-Murr-Kreises (AWG).
Der Wirtschaftsprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und erklärt, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen geführt hat. Den Geschäftsführern Gerald Balthasar und Frank Geißler sowie dem Aufsichtsrat wurde von der Gesellschafterversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats einstimmig Entlastung erteilt.).
Der Aufsichtsratsvorsitzende der AWG, Landrat Johannes Fuchs, erklärte, die AWG könne auch im Jahr 2011 eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung vorweisen. Zwei Meilensteine im vergangenen Geschäftsjahr waren die Inbetriebnahme der Biovergärungsanlage Backnang-Neuschöntal sowie der Freiflächenphotovoltaikanlage auf der Deponie Kaisersbach "Lichte". Landrat Johannes Fuchs: "Die AWG leistet mit diesen Maßnahmen einen nachhaltigen und erfolgreichen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen und zum Schutz unseres Klimas.).
Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Jahr 2011 Umsatzerlöse und sonstige Erträge von rund 21,8 Mio. Euro aus. Die von der AWG selbst erwirtschafteten Erlöse und Erträge, insbesondere aus den Geschäftsbereichen Wertstofferlöse, Erdaushub, Bauschutt und Deponiegas konnten im vergangenen Geschäftsjahr um 25 % auf 6,5 Mio. Euro gesteigert werden.Die Verbindlichkeiten der AWG erhöhten sich um rund 6,5 Mio. Euro. Diese Erhöhung resultiert in der Hauptsache aus Darlehen des Rems-Murr-Kreises zur Finanzierung der Biovergärungsanlage.).
Die Gesamtmüllmenge ohne Erdaushub ist im Vergleich zum Vorjahr wieder angestiegen, liegt mit 65.386 Tonnen aber in etwa auf dem Niveau der Geschäftsjahre 2008/2009. Für den Mengenanstieg waren hauptsächlich Abfälle aus Hochwasserschäden verantwortlich. Die Menge der eingesammelten Wertstoffe konnte in 2011 gesteigert werden, wobei vor allem bei den Bio- und Grünabfällen ein Anstieg zu verzeichnen war. Auch die Altpapiermengen steigen konstant. Dies zeigt, wie gut das Sammelsystem mit den Blauen Tonnen von den Rems-Murr-Bürgern angenommen wird. Rund 68.700 Altpapiertonnen und 3.300 Papiercontainer waren zum Jahresende 2011 im Einsatz. So dürften mittlerweile mehr als zwei Drittel aller Haushalte an die haushaltsnahe Altpapiererfassung angeschlossen sein. Trotz weiterer Investitionen konnte die AWG aus der Sammlung und Vermarktung des Altpapiers einen Überschuss von 1,62 Mio. Euro erzielen.).
In seinem Ausblick auf das laufende Jahr 2012 konnte Geschäftsführer Balthasar berichten, dass sich die gebührenrelevanten Aufwendungen der AWG voraussichtlich in etwa auf dem gleichen Niveau wie 2011 bewegen werden. Für das Jahr 2012 ist die Planung und für das Jahr 2013 das Aufbringen eines ersten Bauabschnittes der Oberflächenabdichtung auf der Altdeponie Backnang-Steinbach vorgesehen. Diese Maßnahme wird nicht über die Abfallwirtschaftsgebühren finanziert, sondern über die beim Landkreis vorhandene Nachsorgerücklage.
Geschäftsführer Gerald Balthasar: "Die AWG betrachtet die positive Geschäftsentwicklung als Auftrag, weiterhin gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern und den politischen Entscheidungsträgern die Qualität der Entsorgungsdienstleistungen zu verbessern und die Stabilität der Entsorgungsgebühren zu sichern. Dies im Sinne einer nachhaltigen Abfallwirtschaft und stets im Hinblick auf den Schutz der Umwelt."


