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Keine Plastiktüten in die Biotonne -
auch kompostierbare Biomüllbeutel sind nicht zulässig!

Immer mehr Plastiktüten verunreinigen den Bioabfall. Künftig werden solcherart fehlbefüllte Biotonnen nicht mehr geleert. Bei den bereits angekündigten verstärkten Kontrollen während der Biotonnenleerung stoßen die Müllwerker und die Abfallberater der AWG immer wieder auf eine bunte Ansammlungen verschiedenster Beutel. Um ihre Biotonne „sauber“ zu halten, werden in etlichen Haushalten die Küchenabfälle in Plastiktüten verpackt und so in die Biotonne eingefüllt. Diese Praxis sorgt an der Biovergärungsanlage in Backnang-Neuschöntal für erhebliche Mehrkosten, denn der Plastikmüll muss aufwendig aussortiert und teuer entsorgt werden. Außerdem haftet ein Teil der Bioabfälle an den aussortierten Plastiktüten und geht so für den energiebringenden Vergärungsprozess verloren.

Immer häufiger werden im Handel kompostierbare Biomüllbeutel angeboten als Alternativen zu Papiertüten oder zur Verwendung alter Zeitungen. Da diese Biobeutel nicht durchnässen, sind sie unkomplizierter zu handhaben als Papiertüten. Trotz dieses unbestreitbaren Vorteils können die Biobeutel von der AWG nicht zur Verwendung im Rems-Murr-Kreis zugelassen werden. Dies liegt daran, dass die Vergärungstechnik in der AWG-Anlage hohe Anforderungen an die Aufbereitung der Bioabfälle stellt. Zunächst werden diese zerkleinert, um einen guten Aufschluss des organischen Materials für den bakteriellen Abbau in den Vergärungsfermentern zu erreichen. Anschließend werden mit einem Sternsieb alle Bestandteile entfernt, die größer als 60 mm sind. Dies dient zum Aussortieren von Störstoffen und zum mechanischen Schutz der nachfolgenden Verarbeitungsaggregate. Dabei werden auch die Biobeutelfetzen aussortiert und mit ihnen geht viel wertvolle Biomasse verloren. Die Biobeutel müssen entfernt werden, weil sich das Beutelmaterial in dem etwa zweiwöchigen Vergärungsprozess nicht abbaut und deshalb beim anschließenden Abpressen des Gärsubstratbreies die Siebkörbe der Pressen verstopfen würde. Daher fordert die AWG alle Bürger auf, solche Biobeutel nicht mehr zu verwenden. Ansonsten muss bei den Biotonnenkontrollen damit gerechnet werden, dass solche Tonnen beanstandet werden und künftig auch ungeleert stehen bleiben.

Geschäftsführer Gerald Balthasar verweist auf die Alternativen: „Bitte packen Sie die organischen Küchenabfälle in Papiertüten, alte Zeitungen oder spezielle Kraftpapiertüten ein, die im Handel erhältlich sind. So halten Sie die Biotonne sauber und helfen mit, dass Ihre Bioabfälle optimal verwertet werden können.“